Erste Werksschließungen – Corona-Krise macht auch vor Motorradbranche nicht halt

Einzelhändler schließen ihre Filialen, die Hersteller drosseln die Produktion oder machen ganze Werke dicht, und an Motorradtreffen ist erstmal gar nicht zu denken: Mit voller Wucht trifft die Corona-Pandemie den Motorradsektor. |

Zunächst kaum spürbar, dann mit immer größerer Wucht machen sich die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie auch in Motorradszene und -branche bemerkbar. Fehlten auf der Messe »Motorräder« in Dortmund Anfang des Monats nur ein paar Aussteller, hagelt es mittlerweile reihenweise Absagen von kompletten Messen, Motorradtreffen und Ausfahrten.

Werksschließungen bei KTM und Yamaha

Während solche Stornierungen zwar bedauerlich, in ihrer wirtschaftlichen Auswirkung jedoch zu verschmerzen sind, zeigen erste Produktionsstopps bei Motorradherstellern eine neue Dimension der Corona-Krise.

So schickt KTM in Mattighofen seine Mitarbeiter vorsorglich vom 30. März bis 10. April in Zwangsurlaub, weil mit Ausfällen von italienischen Zulieferern gerechnet wird.

Yamaha hat die Produktion an zwei europäischen Standorten sogar komplett eingestellt. In der Motorenfabrik Motori Minarelli in Calderara di Reno (Italien) sowie im Montagewerk MBK Industrie in Saint-Quentin (Frankreich) stehen ab sofort die Bänder still. Yamaha folgt damit den Vorgaben der Politik, die ein »Social Distancing« als bestes Mittel gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie erachtet. Die Europazentrale des japanischen Herstellers betont, dass den Angestellten durch die Zwangspause keine finanziellen Nachteile entstehen sollen.

Einen anderen Weg geht MV Agusta. Die Produktion im Werk Schiranna wird aufrechterhalten – allerdings mit reduziertem Personal sowie unter strengen Schutzvorkehrungen.

Einzelhandel dicht, Werkstätten nicht ausgelastet

In Bayern schließen im Zuge der Ausrufung des Katastrophenfalls mit Ausnahme grundversorgungsrelevanter Branchen die Geschäfte des Einzelhandels ab Mittwoch, 18. März. Davon betroffen sind auch die Filialen der Zubehörhändler Polo und Louis sowie natürlich auch alle kleineren Anbieter. Dass die anderen Bundesländer dem Beispiel des Freistaats zeitnah folgen werden, davon ist auszugehen.

In Österreich hat Louis seine Filialen bereits am 16. März geschlossen; zunächst bis zum 21. März. Dass die Läden sobald schon wieder aufmachen werden, darf angesichts der gegenwärtigen Ausbreitungsdynamik der Pandemie bezweifelt werden.

Auch Motorradhandel und -werkstätten befürchten starke Umsatzeinbußen durch zurückgehende Fahrzeugverkäufe und geringere Werkstattauslastung im Zuge der Krise. Aus diesem Grund hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die von der Bundesregierung beschlossenen Sofortmaßnahmen wie Überbrückungskredite und Kurzarbeitergeld ausdrücklich begrüßt.

Auch Reiseveranstalter betroffen

Besonders betroffen sind von der gegenwärtigen Pandemie die Veranstalter von Motorradreisen. Entweder sind geplante Touren wegen behördlicher Reisebeschränkungen gar nicht durchführbar oder aber die Kunden sind verunsichert und möchten bereits gebuchte Touren nicht antreten. Marktführer Edelweiss geht deshalb proaktiv auf seine Kunden zu und bietet kulante Lösungen an. Je nach Reiseziel und -zeitraum sind Umbuchungen ohne Aufpreis, Boni sowie kostenlose Stornierungen möglich.

– Zusatz von uns – Der sächsische Motorradreiseveranstalter ALMOTO Motorrad Reisen prüft derzeit alle Möglichkeiten und wird sich dazu nächste Woche mit umfassenden Informationen auf der Website dazu melden.

Collage unter Verwendung eines Fotos © Yamaha Motor Europe

Quelle: Tourenfahrer.de

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