Langstrecken-Moppedrennen im Elbepark Dresden

80 Rennmaschinen liefern sich morgen, am 29. August 2010 ein spektakuläres Langstrecken-Rennen im Elbepark in Dresden. Die Teams kämpfen zwölf Stunden lang mit ihren teils aufwändig getunten 50-Kubikzentimeter-Mopeds gegeneinander. Organisiert wurde das mittlerweile fünfte Rennen dieser Art wieder von Sachsenbike.

Ungewöhnlicher Lärm lässt am Sonntag, den 29. August 2010, die Luft über dem Elbepark erzittern. Um 8.30 Uhr starten etwa 80 Rennteams mit ihren Maschinen zum fünften Langstrecken-Moppedrennen von Sachsenbike. Die Organisatoren haben wieder eine ausgewöhnliche, sonst nicht für Rennen genutzte Strecke für diesen besonderen Wettbewerb gefunden. Auf einem etwa einen Kilometer langen Kurs geht es für die von 50-Kubikzentimeter-Motoren angetriebenen Flitzer – überwiegend Simson – zwölf Stunden lang um jede Sekunde, jeden Meter und jede Platzierung. Der Rundkurs voller enger Kurven und langer Geraden macht sogar einen Abstecher durch die Tiefgarage. Diese Rennserie, wegen der Motorgröße auch „Schnapsglasklasse“ genannt, ist eine der spektakulärsten, die der bezahlbare Amateur-Motorsport derzeit zu bieten hat.

Ein unvergleichliches Spektakel wird es auch für die Zuschauer, nicht nur weil viele der Mopeds 100 Stundenkilometer und mehr erreichen. Wie im Rennsport üblich, schenkt keiner der Fahrer bei waghalsigen Überholmanövern dem anderen etwas. Und im Fahrerlager kann man die Rennatmospähre ganz hautnah erleben. Für das leibliche Wohl der Gäste ist natürlich auch gesorgt.

Aber nicht nur die Location ist wieder etwas Besonderes, sondern auch die Menge an Mopeds. Bisher war die Teilnehmerzahl auf 70 beschränkt. Da die Nachfrage nach den bisherigen vier Rennen größer war denn je, können beim Jubiläumsrennen mindestens zehn Teams mehr in das Renngeschehen eingreifen, Das lässt die Spannung für Fahrer und Zuschauer ganz sicher noch steigen. Auf jeden Fall wird es – getreu dem Motto des Rennens – schnell, laut und geil. Das war auch bei den bisherigen Sachsenbike-Langstreckenrennen auf der Dresdner Lingnerallee (2006), im Gewerbegebiet Weißig, an der Dresdner Messe und um die Erdgasarena Riesa im vorigen Jahr der Fall.

Gefahren wird im Elbepark in drei Klassen: Serienmopeds mit Straßenzulassung ohne technische Veränderungen, Tuningklasse mit einigen Beschränkungen beim Umbau und in der Open Class, in der alles an Veränderungen von Motor und Fahrwerk erlaubt ist, bis auf die 50 Kubikzentimeter Hubraum. Dafür, dass alles mit rechten und fairen Dingen zugeht, sogt der TÜV, der die Maschinen abnimmt und nach dem Zieleinlauf genau unter die Lupe nimmt.

Die jeweils drei sich abwechselnden Piloten und die Mechaniker haben sich aber nicht nur bei der Gestaltung und dem monatelangen Umbau der Mopeds sehr große Mühe gegeben, sondern auch bei ihren Teamnamen der Kreativität freien Lauf gelassen: 0815-Tuning, 2-Takt-Geschwader, Elbtalraser, Gummihunde, Hubraumastronauten, Schrauberhölle oder Team Dezibel sind nur einige der Schöpfungen. Einige Teams sind seit 2006 dabei und fiebern dem Start entgegen. Dresdnern und ihren Gästen steht ohne Frage ein besonderer Renn-Sonntag voller spannender Spitzenleistungen bevor.

Infos zum Langstreckenrennen 2010 und den bisherigen Rennen unter www.moppedrennen.de

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This article has 4 Comments

  1. ich war so begeistert von dem rennen! Denn ich bin selbst mit gefahren 🙂 als eine von den ZWEI mädels 🙂 es war so hammer geil

    leider bin ich zwar nur serie gefahren,von meiner seite her hätte es schon bisl schneller sein könn da ich persönlich auch ne 125er fahre aber dafür dass ich das erste mal bei so einem event mitgemacht hab wars richtig geil.

    Ich würd so gern wieder als fahrerin antreten,mit anderen worten ich hab benzin geschluckt leute 🙂

  2. Ja vom Team 10 😉

    Danke für das Kompliment! 🙂 Ich hab mir die bilder mal angeschaut, echt klasse…
    und beim moppedrennen 2.0 am lausitzring sind wir auch wieder dabei, diesmal als richtiges lady team 😉

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