Enduro Jugend Cup Ost (EJC) in Hilmersdorf – eine Nachbetrachtung

Seit 2016 schreibt der ADAC Sachsen eine neue Nachwuchsrennserie im Endurosport aus – den Enduro Jugend Cup Ost (EJC) |

Am 4. September war der Enduro Jugend Cup Ost (EJC) in Hilmersdorf zu Gast. 79 Teilnehmer, darunter neun Ladies, schoben ihre Motorräder an den Start. Einer der großen Gewinner war Sky Dombrowski vom gastgebenden Off-Road Club Hilmersdorf e.V. im ADAC, der nicht nur erstmalig die 125-Klasse gewann, sondern auch sein Heimrennen. Auch Lina Süßmuth strahlte über das ganze Gesicht. Nicht nur, dass sie die Ladies-Wertung gewann, auch in der Kategorie 85 A stand sie erstmals ganz oben auf dem Treppchen. Selbiges gelang auch Lenny Reimer (85 B) und Lenny Tiger Sabottke (65), während Jorden Wittenberg (50) seinen mittlerweile dritten Saisonsieg einfuhr.

Eine erstklassige, ausgewogene Strecke mit teils selektiven Abschnitten bot beste Rahmenbedingungen für den Enduro-Nachwuchs. In den vorangegangen Jahren bestimmten Regen und Schlamm das Geschehen in Hilmersdorf, so dass Regenschirm und Gummistiefel zur Grundausstattung gehörten. Doch diesmal, bei der mittlerweile fünften EJC-Veranstaltung des rührigen Motorsportvereins im Herzen des Erzgebirges, verwöhnte Sonnenschein und warme Temperaturen die Teilnehmer. So herrschten nahezu optimale Streckenverhältnisse, wenngleich es an manchen Stellen doch mehr oder weniger etwas staubte. Dafür konnten alle technischen Abschnitte, wie kurze Steinfelder und kleine, querliegende Baumstämme, bedenkenlos befahren werden, was bei kippenden Wetterverhältnissen nicht ohne weiteres möglich gewesen wäre. Doch auch für diese Eventualität hatte der Verein vorgesorgt und mit Bedacht entsprechende Spuren eingerichtet.

Am Morgen begannen die Klassen 50, 65 und E-Bikes. Entsprechend der Kategorien mussten  fünf bzw. sechs Runden absolviert werden. Bei den Kleinsten setzte sich nun bereits zum dritten Mal in Folge Jordan Wittenberg aus Letschin durch, der mit seinem Hattrick überlegen die Cup-Wertung anführt. Platz zwei ging an Maximilian Ebert (Lugau), Rang drei an Constantin Richter (Laußnitz). Bei den 65igern fiel die Entscheidung um den Tagessieg quasi in der letzten Kurve. Gerade einmal sechs Hundertstelsekunden entschieden über Sieg und Niederlage! Lenny Tiger Sabottke (Zeuthen) war der Glücklichere und stand erstmalig ganz oben, während Lou Wohlhaupt (Arnstein) sich mit Rang zwei begnügen musste. Nur weitere sechs Sekunden dahinter folgte der Sachsendorfer Elias Neukirchner, der aktuell die Cup-Wertung anführt. Die Siege in den E-Bike-Klassen gingen erneut an Leon Labahn (Großolbersdorf / E50) und Max Richter (Erlau / E65).

Nachmittags ging es dann auf der um einige Herausforderungen reicheren Strecke noch flotter zu Sache, als die Youngsters für sechs bzw. acht Runden ihren Maschinen 85 ccm und 125 ccm die Sporen gaben. Besonders die Größten, die schon teils auf einige Jahre Erfahrung im ADAC Enduro Jugend Cup bauen können, drehten mächtig am Gasgriff. Entsprechend spannend gestaltete sich der Kampf um den Tagessieg, in welchem gleich fünf Fahrer involviert waren. Am Ende setzte sich Lokalmatador Sky Dombrowski aus Marienberg durch, der damit erstmalig sein Heimrennen gewinnen konnte und sich zudem an die Tabellenspitze setzt. Der bisherig führende Leon Schott (Großrückerswalde) musste sich mit Rang fünf begnügen. Damit musste er Oskar Müller (Lossatal), Lucien Weißwange (Freiberg), der im letzten Test durch einen Sturz noch einen Platz einbüßte, und Colin Lang (Reichenbach) den Vortritt lassen.

 Lina Süßmuth aus Hänchen setzte sich nicht nur in der Ladies-Kategorie durch –diesmal vor Magdalena Höfer (Dornburg-Camburg) und Amy Baldauf (Burkhardtsdorf) – sondern siegte auch zum ersten Mal in der Klasse 85 A. Dabei verwies sie Lenny Krumbiegel (Langhennersdorf) und Fabio Schiffner (Penig), mit dem sie sich nun die Tabellenspitze teilt, auf die Plätze zwei und drei. In der Kategorie 85 B hatte Lenny Reimer aus Krumhermesdorf erstmalig die Nase vorn. Der letztjährige 65-Cupsieger ging im letzten Test noch an Noah Rübesamen (Arnstein) vorbei, der durch einen Sturz die Spitzenposition einbüßte und so Zweiter wurde. Das Podest komplettierte Willi Süßmuth (Hänchen). Vierter wurde Michel Schettler aus Zwönitz, der sich mit Lenny Reimer die momentane Spitzenposition in der Cup-Wertung teilt.

In der Teamwertung siegte die erste Mannschaft des MC Flöha e.V., vor den Offroad-Rookies und dem Off-Road Club Hilmersdorf e.V. – Team 1. Bereits kommenden Sonntag wird der ADAC Enduro Jugend Cup Ost im thüringischen Großlöbichau fortgesetzt.


Info:

Seit 2016 schreibt der ADAC Sachsen eine neue Nachwuchsrennserie im Endurosport aus. Damit übernimmt der sächsische Regionalclub des ADAC eine Vorreiterrolle in der Enduro Nachwuchsentwicklung in Deutschland. Ziel der Serie ist die Heranführung des Nachwuchses an diese insbesondere in den Regionen Zschopau und Dahlen beliebte Motorsportdisziplin. Die Idee entstand durch die aktive Jugendarbeit der sächsischen Offroad Clubs im Zusammenhang mit der Trainerausbildung des ADAC Sachsen.

Konkret richtet sich das Angebot an motorsportinteressierte Kinder im Alter von 6-16 Jahren. Gefahren wird in den Klassen 50, 65, 85 und 125 ccm im klassischen Modus, bestehend aus einer Etappe und die für den Endurosport typischen Sonderprüfungen.

Seit der Saison 2019 gibt es eine deutschlandweite Zusammenarbeit zwischen den neu entstandenen Enduro Jugend Cups der benachbarten ADAC Regionalclubs. Alle zusammen schreiben einen neuen deutschlandweiten Cup aus.

Ab dem Jahr 2021 wird der „ADAC Sachsen Enduro Jugend Cup“ umbenannt in „ADAC Enduro Jugend Cup Ost„. Die Veranstaltunsgorte werden auch außerhalb von Sachsen liegen.


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