Absage des Frohburger Classic Grand Prix

Pressemitteilung des MSC Frohburger Dreieck e.V. im ADAC Sachsen

Am 29./30.09.2012 wollte der MSC Frohburger Dreieck auf dem Naturrennkurs Frohburger Dreieck eine Oldtimerveranstaltung durchführen. Solch eine Veranstaltung wurde vom Landratsamt Leipziger Land in den Jahren 2009 und 2010 abgelehnt. Wie uns mitgeteilt wurde, hätten sich massiv Leute wegen den notwendigen Umleitungen beschwert, vorgelegt wurden uns diese Beschwerden jedoch nie.
In diesem Jahr wollten wir aus Anlass des 50.Internationalen Frohburger ADAC Dreieckrennens nochmals eine derartige Veranstaltung beantragen und wurden hierbei auch von Herrn Landrat Dr. Gey unterstützt. Am 28.11.2011 erhielten wir von der Behörde, die uns die Jahre zuvor die Genehmigung nicht erteilte, ein Papier aus dem hervorgeht, dass man im Jahr 2012 aus Anlass des Jubiläums eine Ausnahmeregelung findet und einer Gestattung nichts im Wege stehen sollte.

Damit begann der MSC Frohburg mit den notwendigen, kostenintensiven Planungen. Seit dem wurden mehr als 20 000 Werbeflyer gedruckt und über 2000 Plakate hergestellt. Die Verteilung dieser Sachen läuft seit Februar 2012.

Des Weiteren wurden Verträge mit Firmen geschlossen, die einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung garantieren. Dazu zählen: Catering, Musikband, Streckenbeschallung, Toiletten‐und Duschcontainer, Container für Rennleitung, Zeitnahme, Security, DRK und vieles weitere mehr. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben sich 400 Fahrer/innen mit ihren Oldtimern für die Veranstaltung eingeschrieben. Das bedeutet, dass an diesem Wochenende wenigstens 6000 Menschen die Rennstadt besuchen werden. Die Zahl setzt sich zusammen aus ca.400 Aktive, ca.1600 Teammitglieder und die Zuschauererwartung liegt bei 4000 Zuschauern, da die Veranstaltung bereits seit Anfang des Jahres beworben wird und das Echo sehr positiv ist. Dies bedeutet für die Region Frohburger Umland auch, dass sämtliche Hotels und Pensionen ausgebucht sein werden und die Läden und Geschäfte ihren Umsatz an diesem Wochenende deutlich steigern.

Für das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit Sitz in Dresden ist das leider kein Grund, für die Veranstaltung eine Regelung zur Gestattung zu finden. Man ist der Meinung, dass bei einer Sperrung der B95 und B7 erhebliche Umleitungen für alle Kraftfahrer an zwei darauffolgenden Wochenenden den Autofahren nicht zuzumuten sei. Das öffentliche Interesse an der regulären Nutzung der Straßen stehe über den Interessen der Oldtimer Veranstaltung. Die 6000 Rennfans, die wirtschaftlichen Aspekte sind zu Bedeutungslos, als eine Gestattung zu ermöglichen.
Der MSC hat angeboten, die Straßensperrung und Umleitung erst ab Freitag 20.00 Uhr bis Sonntag 19.00 Uhr in Anspruch zu nehmen, auch das fand leider kein Gehör. Hier geht es um eine Sperrung für gerade mal 47 Stunden.

Wir müssen diese harte Entscheidung akzeptieren, wenn wir sie auch nicht verstehen. Scheinbar wird denen Gehör gewidmet, die nichts anderes zu tun haben als sich auf Ämtern über alles zu beschweren und nicht denen, die in ehrenamtlicher, sehr aufwendiger fleissiger Tätigkeit etwas für die Region tun wollen.

Der MSC Frohburger Dreieck e.V. wird jetzt seine Jubiläumsveranstaltung am 22./23.09.2012 umstellen müssen, das wird uns gelingen. Uns tut diese Angelegenheit sehr weh, wir hoffen auf das Verständnis der vielen Aktiven und Zuschauer, die uns hoffentlich am 22.09./23.09.2012 zum 50.Internationalen Frohburger ADAC Dreieckrennen besuchen werden.

Vorstand MSC Frohburger Dreieck 

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This article has 7 Comments

  1. So ein Schwachsinn,wenn Straßen aus baulichen Gründen ewig gesperrt sind und man Umleitungen fahren muß interesiert das auch keinen!

  2. Weder ist das Politik in Reinform noch taugt ein Vergleich mit Baustellen. Willkommen im Meckerdeutschland. Wer so ein Ding aufzieht, 20000 flyer druckt, praktisch alle Verträge bis hin zur Beschallung macht und zu diesem Zeitpunkt KEINEN rechtskräftigen Genehmigungsbescheid in der Tasche hat, der hat jedenfalls nicht alles richtig gemacht und ist an gewisser Stelle schlecht beraten. Wenn der Verein Pech hat, bekommt er auch noch Schadensersatzforderungen der Vertragspartner drüber. Und zwar leider zu recht. Grobe Fahrlässigkeit nennt man das. Dass man zwei Tage Straßensperrung irgendwie schon verbindlich genehmigt bekommen muss, bevor man ans Werk geht, darf man wissen. Es sind immerhin zwei Tage, an denen für die Anwohner Ausnahmezustand herrscht. Die Genehmigung hätte natürlich erteilt werden müssen, die Veranstaltung bringt viel mehr als sie „schadet“. Wahrscheinlich hat der Verein den Versagungsbescheid auch gar nicht angegriffen, obwohl ihm das zusteht und ein Eilverfahren nicht länger als eine Woche dauert, was damit Fehler Nummer 2 wäre. Vertrauen in Zusagen ist gut, aber ab einer Größenordnung wie dieser aber unangebracht. Auf den Punkt: unprofessionell.

  3. Bei allem Respekt – aber dieser Beitrag ist „unterirdisch“!

    1.) DIES IST POLITIK IN REINFORM! Eine Zusage ist eine Zusage!!! So sollte es (vorallem) in der Politik sein – und im Übrigen nicht nur da!
    2.) Es gibt bei der Organisation einen Zeitrahmen, und wenn man z.Bsp. mit dem Drucken der Flyer erst anfängt, wenn die „lieben, fleißigen und schnellen“ Behörden sich mit unzähligen Gutachten, Rücksprachen, feigen Rückziehern aus Angst vor Parteifreunden und Feinden, dann doch wieder Zusagen und dann erst dem Papierkram ausgekäst haben – sind sie bereits unaktuell und taugen nicht mehr zu Berwerbung einer Veranstaltung – das solltest DU doch eigentlichen wissen!
    3.) In dem zeitlichen Zusammenhang steht auch, dass die ganzen ehrenamtlichen Organisatoren anderes zu tun haben, als sich zeitraubend und immer wieder mit Widersprüchen und Eingaben zu beschäftigen ist nachvollziehbar – und auch das sollte DIR bekannt sein!
    4.) Ein Vergleich mit Baustellen ist durchaus angebracht – Ausnahmezustände – selbst über Monate hinweg – werden sonst, ohne mit der Wimper zu zucken, überall und täglich getroffen. Ich möchte hier z.Bsp. auf das Bauchaos in der Dresdner Neustadt verweisen. Hier geht es um schlicht 2 Tage – 2 Tage!
    Das Argument von angeblichen Belästigungen der Bevölkerung wird immmer dann angebracht – wenn die Politik einfach keinen Motorsport möchte, schlicht aus Angst vor Anwohnerschelte, die in den meisten Fällen geringer ausfällt als immer angenommen. Denn Meckerer gibts halt nun überall – aber auch dies ist Dir doch nicht unbekannt!
    und 5.) Den MSC Frohburger Dreieck e.V. als unprofessionell zu bezeichnen ist – nun ja, entweder von großen Unwissen geprägt, andernfalls einfach überheblich oder dumm oder Beides.

    Weitere Diskussionen beim Bier 😉

  4. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Es ist eine Schweinerei, den Traditionsverein wie in den Jahren zuvor in Sicherheit zu wiegen und dann auflaufen zu lassen. Ich würde da auf jeden Fall was unternehmen. Denn Dein Gefühl trügt ja gar nicht, das geht so nicht! Dieses Verhalten ist verboten, dagegen kann man was machen. Man muss es dann aber auch tun und darf nicht ins Meckern verfallen. Wobei: der Verein hat ja ganz andere Töne angeschlagen und gibt sich fast versöhnlich, im Gegensatz zu der Aufforderung zum Krakeelen, wie es die ersten Beiträge hier gewesen sind.
    Es gilt im Verwaltungsrecht der alte römische Satz „clausula rebus sic stantibus“. Und es gilt auch das Prinzip des öffentlich rechtlichen Vertrauensschutzes, wenn sich an den äußeren Rahmenbedingungen des Rennens nix geändert hat. Die Gerichte sprechen dabei von der Selbstbindung der Verwaltung an eigene Zusicherungen, und zwar selbst dann, wenn eine Zusage fehlerhafter Weise erteilt worden sein sollte, vgl. BVerwGE 48, 166ff., 49, 359 oder OVG Münster OVGE 26, 70. Hier ist die Rede sogar von einer schriftlichen Zusicherung. Ein Bruch der Zusage verpflichtet auch zum Schadensersatz, wenn der Verein keinen Grund hatte, an der Berechtigung seines Vertrauens zu zweifeln. Toll zu wissen, oder? Nun muss man nur noch was draus machen (und hätte vielleicht dem Entscheider vor seinem Rückzieher klarmachen müssen, was da kommen kann…)
    Und es kommt drauf an, wann man mit den Vorbereitungen anfängt. Das wissen WIR selbst am Besten.
    Rest beim Bier, haste Recht. Ich kann bloß zu Unrecht ertragenes Unrecht nicht kommentarlos ertragen, alte Berufskrankheit. Den Rest sollte man nüchtern betrachten. Macht eh keiner was gegen, das wiederum ist auch typisch deutsch.

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