Zero baut E-Tourer für europäischen Markt

Ganz auf die Bedürfnisse europäischer Motorrad-Tourenfahrer soll die neue Zero DSR Black Forest zugeschnitten sein. Der amerikanische Hersteller möchte die Maschine als dedizierten Elektrotourer verstanden wissen. |

Dass jeder Motorradmarkt seine Eigenheiten hat, haben bereits zahlreiche Hersteller mit schmerzhaften Bauchlandungen erfahren müssen. Ein Modell, dass sich beispielsweise in Asien bestens verkauft, kann in Nordamerika oder Europa ein Dasein als Ladenhüter fristen.

Die großen Hersteller haben darauf reagiert, so betreibt beispielsweise Honda Entwicklungszentren in Deutschland, Italien und England.

Der amerikanische Elektromotorradhersteller Zero möchte nun mit einem Sondermodell gezielt auf die Ansprüche der europäischen Touringfraktion eingehen. Mit der Bezeichnung Black Forest wurde schon mal eine zumindest gefühlt urdeutsche Region als Namenspatin gewählt.

Doch Zero belässt es bei der DSR Black Forest nicht bei Äußerlichkeiten. Tatsächlich praktisch für den Tourenbetrieb ist die dank neuer Batterietechnik erhöhte Reichweite. Sie beträgt im Stadtverkehr 220 bis 250 Kilometer, schrumpft bei Autobahnfahrten jedoch drastisch auf nur noch 120 Kilometer. Um möglichst rasch wieder mobil zu sein, gehört ein Schnellladegerät zum Lieferumfang.

Ebenfalls serienmäßig an Bord Top ist ein Gepäcksystem mit Topcase und Seitenkoffern aus schwarz eloxiertem Aluminium.

Für ausreichenden Komfort auf längeren Strecken soll die Touring-Sitzbank in Verbindung mit einer lenkerfesten Verkleidung sorgen.

Einen gewissen Adventure-Look erhält die Zero DSR Black Forest durch Sturzbügel, Handschützer, Lampengitter und LED-Zusatzscheinwerfer. Die beiden letztgenannten Komponenten sind jedoch dem Einsatz abseits öffentlicher Straßen vorbehalten.

Ob diese Merkmale ausreichen werden, das grundsätzliche Dilemma zwischen eingeschränkter Reichweite von Elektrofahrzeugen und dem für Motorradreisende typischen Wunsch nach langen Ritten aufzulösen, bleibt abzuwarten.

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Quelle: Tourenfahrer.de

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Dieser Artikel hat 3 Kommentare

  1. So lange das Aufladen des Akkus (auch mit Schnellladegerät) länger dauert, als das Füllen eines Motorrad-Tanks und die Reichweite nicht erheblich erweitert wird, ist ein sinnvoller Einsatz bei Ausflugsfahrten nicht möglich. Da kommen schnell 3 – 400 Kilometer zusammen – und das ist normal!

  2. Das ist der Status Quo – und der ist natürlich noch unbefriedigend. Aber die Reichweiten werden mittlerweile größer und auch die Entwicklungen ansich werden spürbar schneller…

    Wir schauen mal und beobachten weiter.

  3. Wenn man nicht darauf aus ist, auf der Autobahn Kilometer zu schruppen, ist die reichweite schon sehr gut. Ich komme mit meinem 2014er Modell regelmäßig an die 200km (mit 11 kWh), mit Power Tank und den inzwischen 14 kWh sind 250 km kein Problem. Mit entsprechenden Schnellladern (leider auch recht teuer) kann man in 1,5 Stunden aufladen. Es gibt Leute, die sind damit über Island gecruist, das Bike ist inzwischen sehr ausgereift.

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