Meggle mit erstem Saisonsieg, Geitner unangefochten spitze

Matthias Meggle hat auf dem Schleizer Dreieck seinen ersten Saisonsieg in der Moto3-Standard-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft gefeiert –

Der Freudenberg Racing Team Pilot teilte sich dabei das Podest mit Philipp Freitag und Teamkollege Tim Georgi auf Platz drei. In der Moto3-GP Klasse setzte Jonas Geitner auf der Freudenberg-KTM RC250R seine Dominanz fort und gewann den vierten von bisher vier Saisonläufen. Im Yamaha R6 Dunlop fuhr Freudenberg-MoBikes Fahrer Lukas Tulovic die Pole Position heraus, musste aber im Rennen aufgeben.

Moto3-GP / Moto3 Standard

Jonas Geitner vom Freudenberg Racing Team hat auch auf dem Schleizer Dreieck die Moto3-GP-Klasse dominiert. Der Wernberg-Köblitzer fuhr in 1:33,417 Minuten die Pole Position heraus und blieb damit um runde acht Zehntelsekunden vor seinem GP-Kontrahenten Ernst Dubbink aus den Niederlanden.

Im Rennen setzte sich Geitner vom Start weg an die Spitze und führte das Rennen über zwei Drittel lang an. Als er dann von einem zu überrundenden Piloten nicht gesehen wurde, konnte Dubbink kurzzeitig die Führung übernehmen, die sich Geitner aber zurückeroberte und schließlich seinen vierten Saisonsieg im vierten Rennen sicherte.

Geitner führt in der Gesamtwertung mit der Idealpunktzahl von 100 Punkten das Championat an, Kontrahent Dubbink liegt mit 40 Punkten auf dem zweiten Platz.

In der Moto3 Standard Kategorie konnte Matthias Meggle mit seiner Honda NSF250 seinen ersten IDM-Sieg feiern. Der Deutsche aus Reicholzried setzte sich am Ende um 0,892 Sekunden gegen Philipp Freitag und um 2,345 Sekunden gegen seinen eigenen Freudenberg Racing Teamkollegen Tim Georgi durch.

Auch Meggle und Georgi setzten die Erfolgsserie fort und haben beide in allen vier Rennen der Saison auf dem Podest gestanden. Georgi führt mit 86 Punkten vor Meggle mit 81, Freitag ist mit 65 Zählern Dritter.

Yamaha R6 Dunlop Cup

Team Freudenberg-MoBikes Pilot Lukas Tulovic demonstrierte vor allem im Qualifying des Yamaha Cups, dass er das Zeug für die Spitze in dieser hart umkämpften Nachwuchsklasse hat. Er sicherte sich in 1:30,340 Minuten die Pole Position und damit auch die beste Ausgangslage für das Rennen.

Allerdings musste Tulovic im zweiten Qualifying bei rund 150 km/h noch einen Highspeed-Sturz wegstecken, bei dem er sich das Handgelenk verletzte und die YZF-R6 übel zurichtete. Tulovic musste sich schließlich mit Therapien und Schmerzmitteln an der Hand versorgen lassen, die Yamaha wurde komplett neu aufgebaut. Im Rennen war er dann ganz vorn unterwegs, als er mit einem technischen Problem, welches im Zuge des Neuaufbaus entstanden war, an der Box aufgeben musste.

STIMMEN DER FAHRER

Jonas Geitner Es war von Anfang an ein solides Wochenende. Ich bin schon mit einem guten Gefühl nach Schleiz gereist, weil es einfach meine absolute Lieblingsstrecke ist. Es ist auch gut losgegangen – wir sind vom ersten freien Training bis zum Rennen immer mit Platz eins raus gekommen und somit gibt es nichts Negatives zu sagen. Wir haben im Qualifying die Pole Position mit acht Zehntelsekunden Vorsprung auf Ernst Dubbink herausgefahren, wir waren drei GP-Piloten in der ersten Reihe. Ich habe dann einen guten Start erwischt und die ersten elf Runden geführt, dann kamen aber die Überrundungen. Da hatte ich in der Schikane etwas Probleme, weil einer nicht Platz gemacht hat. Da wurde ich dann beim Rausfahren aus der Schikane von Dubbink überholt. Das war dann für mich ein toller Ansporn, denn ich wollte ihn wieder schnappen. Das habe ich mir zwei Runden lang angeschaut und dann gedacht: Jetzt zünde ich noch mal was. Mein Plan ist aufgegangen und ich bin die letzten zwei Runden wieder vorn gewesen und konnte noch mit einer Sekunde Vorsprung gewinnen. Somit war es wieder ein Top Job und ich danke dem ganzen Team für eine Super-Arbeit.

Matthias Meggle Ich habe einen ziemlichen schlechten Start erwischt, weil neben mir einer einen Frühstart hingelegt hat und mich das ziemlich abgelenkt hat. Daher habe ich nicht so richtig reagieren können und war in der ersten Kurve nur Fünfter. Am Buchhübel habe ich aber gleich Freitag überholt und in der Seng ist Jespersen geradeaus gefahren, da war ich Dritter. Ich habe mich dann an Timi gehängt und konnte richtig gut mithalten, bis der Freitag wieder vorbei kam, aber auch da konnte ich kontern. Da ist aber eine kleine Lücke zum Timi entstanden, die wir mit Freitag zusammen dann wieder zufahren konnten. Wie sind dann auch beide an ihm vorbei. Ich bin dann auch wieder an Freitag vorbei und war ziemlich lange in Führung. Als er vorbei kam, habe ich wieder gekonternt und dann beim Überrunden bin ich etwas besser durch gekommen. Das war, glaube ich, der Schlüssel zum Erfolg. Am Ende habe ich dann gewonnen. Es war auf jeden Fall ein richtig geiles Wochenende mit meinem ersten IDM Moto3 Sieg. Jetzt hoffe ich, dass ich auch bei den nächsten Rennen wieder ganz vorne dabei bin und noch mehr Rennen gewinne – denn das verdienen auch unsere Sponsoren und das Team, die wirklich professionell gearbeitet haben – wie immer.

Tim Georgi Das Wochenende hat für mich nicht gut angefangen, denn im ersten freien Training hatte ich einen schweren Sturz in Kurve drei und ich habe dann erst einmal wieder ein paar Runden gebraucht, um schnell zu fahren. Trotzdem habe ich dann im Qualifying den vierten Startplatz und Platz eins in meiner Klasse geholt. Im Rennen habe ich einen guten Start erwischt und konnte nach der ersten Runde die Standard-Klasse anführen. Ab Mitte des Rennens waren dann Meggle und Freitag vorbei gegangen und ich habe alles versucht, um sie wieder zu schnappen, aber mir hat au den Ecken heraus einfach die Power gefehlt. Zum Schluss bin ich dann auch noch auf ein paar zu überrundende Fahrer aufgelaufen und etwas hängen geblieben. Daher war nicht mehr als der dritte Platz drin.

Lukas Tulovic Ich hatte zwar die Pole, bin aber im zweiten Qualifying bei 150 km/h noch gestürzt und habe mir dabei wahrscheinlich das Handgelenk verstaucht. Wir haben alles unternommen, damit die Schmerzen erträglich werden, ich habe die ganze Zeit gekühlt, in der Nacht Salbenpflaster aufgelegt und Abends noch eine Magnetfeld-Therapie gemacht. Am Morgen wurde ich dann noch einmal getaped und habe zwei Schmerztabletten bekommen. Trotzdem hat es beim Fahren noch sehr weh getan, aber das war nicht das eigentliche Problem. Ich bin im Rennen extrem gut weg gekommen und war in der ersten Runde vorne, aber der rechte Lenkerstummel wurde locker und ist langsam immer weiter zum Tank gerutscht. Am Ende habe ich mir die Hand dann am Tank eingeklemmt und ich hatte keine Kontrolle mehr über das Motorrad. Ich musste daher aufgeben, weil ein Weiterfahren viel zu gefährlich gewesen wäre. Aber ich habe wieder gezeigt, dass ich das Zeug dazu habe, ganz vorne mitzufahren. Jetzt haben wir nur eine Woche zum Ausruhen und dann gehen wir in Assen wieder voll auf Attacke.

Quelle:

Freudenberg Racing Team – www.racing.freudenberg-biw.de

Teamchef: Michael & Carsten Freudenberg
Pressekontakt: Toni Börner – info (at) highside.de

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