Das Sanierungsverfahren der insolventen Polo Motorrad & Sportswear GmbH kann fortgeführt werden: Die Gläubigerversammlung hat dem laufenden Restrukturierungskurs einstimmig zugestimmt. |
Das positive Votum der Gläubiger ermöglicht die Fortsetzung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung, das der Motorradzubehör- und Bekleidungsanbieter Polo seit einigen Monaten durchläuft.
Laut Unternehmensangaben verlaufen die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen planmäßig. Das Auftragsvolumen liege zu Beginn der laufenden Motorradsaison auf hohem Niveau, die Nachfrage entwickle sich stabil. Parallel dazu seien im Rahmen des Verfahrens die rechtlichen und organisatorischen Strukturen geschaffen worden, die eine geordnete Fortführung der Neuaufstellung erlauben.
Geschäftsführer Andrew Thorndike äußerte sich zuversichtlich zur Finanzierungslage: Nach aktuellem Stand sei das Unternehmen bis zum Jahresende durchfinanziert und in der Lage, die Sanierung aus eigener Kraft voranzutreiben. Externe Finanzierungsquellen seien demnach vorerst nicht zwingend erforderlich.
Gleichwohl werden Gespräche mit potenziellen Investoren weitergeführt. Eine Beteiligung Dritter schließt das Unternehmen nicht aus, knüpft eine solche Option jedoch an klare Bedingungen: Ein Einstieg werde nur dann angestrebt, wenn er sowohl strategisch als auch wirtschaftlich einen messbaren Mehrwert gegenüber der eigenständigen Sanierung biete.
Polo betreibt ein bundesweites Filialnetz mit Schwerpunkt auf Motorradbekleidung, Helmen und Zubehör sowie einem umfangreichen Onlineshop. Das Unternehmen hatte das Sanierungsverfahren eingeleitet, nachdem es in Folge struktureller Veränderungen im Einzelhandel sowie gestiegener Kosten unter wirtschaftlichen Druck geraten war.
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- Quelle Text und Bild: Tourenfahrer.de



