Beste Zahlen seit 2019 – Europas Motorradmarkt mit starkem Plus im 1. Halbjahr 2026

In den fünf größten europäischen Motorradmärkten wurden bis Ende Juni 16,8 Prozent mehr Motorräder zugelassen als im Vorjahreszeitraum. Deutschland verzeichnete dabei einen überdurchschnittlichen Zuwachs.

Der europäische Motorradmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich zugelegt. In Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien wurden insgesamt 636.490 Motorräder neu zugelassen. Das waren 16,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Deutscher Markt besonders stark

Besonders stark fiel das Wachstum in Deutschland aus: Mit 114.849 Neuzulassungen wurde das Vorjahresergebnis um 27,6 Prozent übertroffen.

Auch die übrigen großen Märkte verzeichneten Zuwächse. Spanien kam auf 141.101 Motorräder (plus 23,6 Prozent), Großbritannien auf 54.962 (plus 15,8 Prozent), Italien auf 220.776 (plus 13,2 Prozent) und Frankreich auf 104.802 (plus 6,4 Prozent).

Auch bei den Mopeds setzte sich die Erholung fort. In den von dem europäischen Herstellerverband ACEM beobachteten sechs Märkten wurden 72.076 Fahrzeuge neu zugelassen, 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Deutschland verzeichnete mit 8.658 Mopeds ein Plus von 9,3 Prozent. Zuwächse gab es auch in Italien, Spanien, Belgien und Frankreich; in den Niederlanden gingen die Zulassungen dagegen um 5,4 Prozent zurück.

Langfristig positiver Trend möglich

Nach Einschätzung des Verbands liegen die Motorrad-Neuzulassungen inzwischen 27 Prozent über dem Niveau von 2019. Das Jahr 2019 liefert wichtige Vergleichszahlen, da bis dahin eine langfristig ungestörte Marktentwicklung erfolgte – vor Corona-Einbruch, nachfolgendem Aufschwung und dem Knick 2025 durch den Euro-5-Abverkauf im Vorjahr. Ob es sich um eine nachhaltige Trendwende handelt, werden die Verkaufszahlen in den Herbstmonaten 2026 zeigen.


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